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Themenabend

Mi 12.09.2018 – 20:00 Uhr

Kultur in nervösen Zeiten.
Zum Umgang mit Rechtspopulismus im Kontext von Kunst und Kultur (4)

„Kultur in nervösen Zeiten“ ist eine Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises der Kommunalen Galerien Berlin. Die Freiheit der Kunst, aber auch ihre Rolle in der Offenlegung gesellschaftlicher Konflikte, bilden die zentralen Aspekte bei der Frage, wie sich Kunst und Kultur gegen Entdemokratisierung und Rassismus behaupten können. Wir richten hierbei unseren Blick bewusst über die Grenzen Berlins hinaus und folgen damit dem Selbstverständnis, dass kommunale Galerien die Internationalität und Diversität der Berliner Künstler*innen sowie der Bevölkerung widerspiegeln.

Eine Podiumsdiskussion mit:

Thomas Kilpper, *1956 in Stuttgart, ist ein vielfach ausgezeichneter Installationskünstler, Zeichner sowie Holzschneider und bekannt für gesellschaftskritische und politische Interventionen. Seit 2014 unterrichtet er an der Kunst- und Designhochschule Bergen in Norwegen. Seine aktuellen Projekte “Entwurzelt” – und “Ein Leuchtturm für Lampedusa!“ widmen sich dem Thema Migration.

Tunçay Kulaoğlu, *1966 in İzmir, ist Mitbegründer des postmigrantischen Theaters Ballhaus Naunynstrasse. Er arbeitet zudem als freier Autor, Filmemacher, Kurator, Dramaturg und Übersetzer. Kulaoğlu war Mitbegründer des Filmfestivals Türkei-Deutschland in Nürnberg und dort bis 2011 Co-Kurator. Zuletzt war er verantwortlich für Konzept und Dramaturgie von Nurkan Erpulats Stück „Lö Grand Bal Almanya!“ (2018) am Maxim Gorki Theater.

Marina Naprushkina,*1981 in Minsk, ist Künstlerin, politische Aktivistin und Autorin. In ihren Arbeiten greift sie die politischen Dimensionen und Spielräume von Kunst auf und widmet sich der künstlerischen Bearbeitung von Machtstrukturen in Nationalstaaten. Im Jahr 2013 gründete sie die Initiative „Neue Nachbarschaft/Moabit“ zur Unterstützung Geflüchteter, die zu einer der größten Initiativen Berlins wurde.

Jens Pepper, *1964 in Bremen, ist freier Autor, Kurator und Fotograf. Er schreibt u.a. für Photonews (Hamburg), Kunstzeitung (Berlin) und doc! photo magazine (Warschau). Sein Buch „Gespräche über polnische Fotografie“ ist Ende 2017 erschienen. Durch einen längeren Auslandsaufenthalt in Warschau (2016/17) hat er den Rechtsruck in Polen und dessen Auswirkungen auf die Kulturszene miterlebt.

Prof. Zeynep Sayın, *1961 in Istanbul, ist eine türkisch-österreichische Bildwissenschaftlerin und Kunsttheoretikerin. Ihre zahlreichen Publikationen beschäftigen sich mit den Bildern des Unbewussten in Kunst und Politik, wie beispielsweise „Ethics of death/ Ethics of the image“ (2017) oder „Community of the Evil“ (2015). Zudem ist sie Gastprofessorin in Leipzig, Linz und Wien.

Moderation:
Nora Sternfeld
, *1976 in Wien, ist Kunstvermittlerin und Kuratorin. Nach einer sechsjährigen Professur für Curating and Mediating Art an der Aalto University in Helsinki ist sie seit Januar 2018 documenta Professorin an der Kunsthochschule Kassel. Sie lehrte an internationalen Universitäten und publiziert zu zeitgenössischer Kunst, Ausstellungen, Geschichtspolitik und Bildungstheorie.

alte feuerwache – studiobühne und projektraum
Marchlewskistr. 6
10243 Berlin
U5 Weberwiese

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