Themenabend

Themenabend

Mi  4.9.2019 – 19:00 Uhr

Kultur in nervösen Zeiten –
Ein Themenabend mit DEN VIELEN

„Kultur in nervösen Zeiten” ist eine Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises der Kommunalen Galerien Berlin. Die Freiheit der Kunst, aber auch ihre Rolle in der Offenlegung gesellschaftlicher Konflikte, bilden die zentralen Aspekte bei der Frage, wie sich Kunst und Kultur gegen Entdemokratisierung und Rassismus behaupten können.

In der diesjährigen Ausgabe steht der Verein DIE VIELEN im Fokus. Gemeinsam haben Künstler*innen, viele Aktive der Kulturszene sowie Theater, Kulturhäuser und Kunsträume im vergangenen Jahr viel in Bewegung gesetzt: DIE VIELEN sind zum zivilgesellschaftlichen Ausdruck für ein gesellschaftspolitisches Engagement für die Kunstfreiheit und für eine vielfältige, offene Gesellschaft geworden, die sich gegen die autoritäre Rechte positioniert. Mit der ERKLÄRUNG DER VIELEN wurde ein regionales und bundesweites Netzwerk geschaffen. Vor der Europawahl gingen am 19. Mai 2019 gut 30.000 Menschen für die Kulturfreiheit in Europa in 18 Städten auf die Straße.

Eine Podiumsdiskussion mit

Moritz Frei, *1978 in Frankfurt a.M., lebt seit 1994 mit Unterbrechungen in Berlin.
In seiner Arbeit nutzt er diverse künstlerische Medien wie Fotografie, Film, Objekt, Text, Performance und Malerei. Oftmals evoziert Frei einen kritischen Humor oder eine humorvolle Kritik an Zu- und Umständen einer Alltags- und Kunstwelt.

Christiane Mennicke-Schwarz, *1969 in Hamburg, ist seit 2003 Leiterin des Kunsthauses Dresden. Als Kunsthistorikerin und Kuratorin realisierte sie eine Vielzahl von Ausstellungen internationaler Gegenwartskunst.
Im Fokus ihrer Arbeit steht das Verhältnis von Kunst und Öffentlichkeit.

Mathies Rau, *1990 in Cottbus, arbeitet als Dramaturg am Piccolo Theater Cottbus. Als Autor kann man ihm außerdem auf verschiedenen Lesebühnen begegnen.
Als Koordinator der Brandenburger ERKLÄRUNG DER VIELEN vernetzt er die Kunst- und Kulturinstitutionen des Bundeslandes.

Gerhild Steinbuch, *1983 in Mödling (Österreich), lebt und arbeitet als freie Autorin und Dramaturgin in Berlin und lehrt als Professorin für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie ist Gründungsmitglied von „Nazis & Goldmund“, einer Autor*innenallianz gegen die Europäische Rechte.

Stephan Trüby, *1970 in Stuttgart, ist Professor für Architektur und Kulturtheorie und leitet das Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen (IGmA) an der Universität Stuttgart. Neben seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten trägt er als Publizist zu politischen Debatten bei.

Moderation

Stéphane Bauer, *1962 in Neuilly-sur-Seine (Frankreich), ist Leiter des Fachbereichs Kultur und Geschichte Friedrichshain-Kreuzberg. Seit 1997 kuratiert er Ausstellungen im heutigen Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, dessen Leitung er 2002 übernommen hat. Neben einem langjährigen Lehrauftrag für kuratorische Praxis am Institut für Kunst im Kontext der UdK Berlin war er bis 2018 Mitglied des Rates für die Künste Berlin.

Nadia Pilchowski, *1983 in Quillan (Frankreich), ist Kunsthistorikerin und Kuratorin. Seit 2018 ist sie Programmkoordinatorin im Kunstraum Kreuzberg / Bethanien.
Davor war sie Teil der künstlerischen Leitung des Bärenzwingers sowie im Rahmen von Post-Otherness-Wedding und Unsustainable Privileges für die Galerie Wedding tätig.

Raul Walch, *1980 in Frankfurt a. M., realisiert als Künstler Projekte an den unterschiedlichsten Orten der Welt: In Abu Dhabi, Paris, Addis Abeba, New York oder auch auf Berliner Brückenpfeilern. Dabei spannt er einen weiten und komplexen Bogen von der Fotografie über partizipatorische Projekte bis hin zu Interventionen und sozialer Plastik.

alte feuerwache – studiobühne und projektraum
Marchlewskistr. 6
10243 Berlin
U5 Weberwiese