Galerie im Tempelhof Museum

05.09.
–  
16:00
 – 18:00
 Uhr

carte blanche

carte blanche
Myriam El Haïk, COODD cet obscur objet du désir, 2015, © Laetitia Laguzet

Die Künstlerin Myriam El Haïk erhält die „carte blanche“ und wird im Rahmen der KGB-Kunstwoche den Außenraum der Galerie im Tempelhof Museum bespielen. Im Laufe eines Wochenendes vollendet Haïk eine Zeichnung vor Ort und inszeniert die Performance „COODD cet obscur objet du désir“ („dieses obskure Objekt der Begierde“).

In einem performativen Akt wird El Haïk die Litfaßsäule vor dem Tempelhof Museum mit Zeichen beschriften, bis die Fläche der Säule gefüllt ist. Die Zeichen entspringen der Phantasie und sind ohne konkreten oder feststehenden Inhalt. Ihre Bedeutung ist individuell und wird aus der Form selbst abgeleitet. Zeichen für Zeichen entfaltet sich eine Komposition, in der die Ausführung von Hand den Zeichen Einmaligkeit verleiht.

Im Zentrum der Performance „COODD cet obscur objet du désir“ steht der Fächer. Die Performerinnen werden mit diesen Objekten der Begierde in allerlei Farben ausgestattet. Jede Farbe ist mit einem eigenen Rhythmus belegt, der für die Dauer der Performance wiederholt wird. Die Performerinnen werden so zum Orchester, die Fächer zum Instrument, die Geste des Fächerns zur Musik.

Beiden Arbeiten ist das rhythmische Spiel inne. Feststehende Elemente werden in scheinbar nicht enden wollender Schleife wiederholt. Im Prozess der Wiederholung bilden sich Abweichungen heraus und werden Variationen ersichtlich. Die Regelmäßigkeit einer Ordnung wird gegen die sich entfaltende Individualität ausgespielt.

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