Zitadelle – Bastion Kronprinz

18.07.
10.10.

Konrad Sommer und der Falter auf der Nase

Die Ausstellung „Konrad Sommer und der Falter auf der Nase“ zeigt in einer umfangreichen Retrospektive das bisher weitgehend unbekannte Werk des Münchener Malers. Konrad Sommer (1915–2012) kann als eine Ausnahmeerscheinung in der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angesehen werden. Er widmete nach dem 2. Weltkrieg sein sich in unterschiedlichen Medien entfaltendes Werk vornehmlich der Landschaftsdarstellung, zu einer Zeit, als man sie als überholt und nicht mehr zeitgemäß ansah. Gleichzeitig griff er in den 1960er Jahren Entwicklungen voraus, die ein Jahrzehnt später vom aufkommenden Neoexpressionismus und der einsetzenden Postmoderne einem breiten Publikum vorgestellt wurden: das Spiel mit expressiver Farbigkeit, das Malen eines Motivs in Serien und die Langzeitbeobachtung der Landschaft. In den letzten Schaffensjahren, als seine Sehfähigkeit drastisch abnahm, fertigte er ein faszinierendes Alterswerk, in dem er die Grenzen der Wahrnehmung auslotete. Seine Motivserien verweisen auf Naturzyklen, die menschliches Fassungsvermögen übersteigen und in Bildmetaphern und verstörenden Gestaltungen Bezug auf ein wachsendes Umweltbewusstsein nehmen.

Eröffnung: 18.7.2021, 11 Uhr

Konrad Sommer und der Falter auf der Nase
Konrad Sommer, Gebirgslandschaft (Detail), um 1995. Antonie Sommer, Konrad Sommer, Abzug um 1965

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