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Event Category: Rundgang

Kuratorische Führung: Politics of Being Heard

Katrin Bittl, Zelebration des Pinkelns, 2024 © Kim Opperman

Kuratorische Führung mit Janine Pauleck

Die Ausstellung Politics of Being Heard fragt, was es bedeutet, gehört zu werden – im Alltag, in Institutionen und in künstlerischen Kontexten. Im Zentrum steht der Umgang mit Barrieren, die Zugänge erschweren oder verhindern: physisch, strukturell und sozial. Der Bärenzwinger, ein denkmalgeschützter Ort mit eingeschränkter Barrierefreiheit, wird dabei selbst Teil der Auseinandersetzung. Die Ausstellung versteht sich als offener Prozess: Sie macht strukturelle Ausschlüsse sichtbar und fragt, wie Räume gestaltet sein müssen, damit sich mehr Menschen gehört fühlen – nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlicher Teil kultureller Öffentlichkeit. Die künstlerischen Beiträge zeigen, dass Ausschlüsse tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert sind, und eröffnen neue Perspektiven auf Sichtbarkeit, Verantwortung und Care. In medienübergreifenden Installationen, Videos, Fotografien, Textilarbeiten und Skulpturen machen sie erfahrbar, wie vielschichtig Zugänglichkeit ist – und stellen die Frage, unter welchen Bedingungen Teilhabe in Kunst und Gesellschaft möglich wird.

Touren

Sonntag, 16.10.2025, ab 14 Uhr

Zwei Bustouren, zwei U-Bahn-Touren und eine Tramtour führen jeweils zu vier bis fünf Galerien in mehreren Bezirken. Die Touren beginnen um 14 Uhr, dauern ca. vier Stunden und enden mit einem Get-together am Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.
Während der Touren lernen Sie die Arbeit der 37 kommunalen Galerien Berlins kennen. Vor Ort begrüßen Sie Galerieleiter:innen, Kurator:innen und/oder Künstler:innen, präsentieren die laufenden Ausstellungen und stellen Programmschwerpunkte der Galerien vor.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Touren sind bedingt barrierefrei. Wir bemühen uns, auf verschiedene Bedürfnisse und Anliegen einzugehen und freuen uns über entsprechende Hinweise. Sprechen Sie uns gern an unter mail@kgberlin.net oder telefonisch unter 0179 1272 790.
Weitere Informationen und Anmeldung (erfolgt durch Bestätigungsmail) bitte bis 12.10.2025 unter: mail@kgberlin.net

Mehr Infos zu den Touren

Dialogische Führung mit dem Kurator Thorsten Alexander Kasper und den Künstler:innen der Ausstellung: Humor my love, Humor II

Der allgegenwärtigen Weltuntergangsstimmung begegnet die Ausstellung mit Kunst, die Humor als künstlerische Strategie nutzt. Während sich plakativer Clownismus überlebt hat, gewinnt feinsinniger, scharfer und oft düsterer Humor als wichtiges Antidot an Bedeutung. Er eröffnet neue Perspektiven, wird so zu einer treibenden Kraft, indem er das Lachen selbst an Orten der Angst und Unsicherheit ermöglicht. Die Ausstellung taucht ein in das Straucheln der Welt und untersucht Humor als Mittel der Erkenntnis sowie die Möglichkeit einer Versöhnung mit den Unzulänglichkeiten der Gegenwart.

Kurator:innenführung durch das ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst

Begleiten Sie im Rahmen des Programms der Kommunalen Kapitale – Aktionstage der Kommunalen Galerien Berlin die Kurator:innen bei einem Rundgang durch die vier Ausstellungen Vera Mercer – Life in Focus // Eine Werkschau, Pfelder – gold, Simone Zaugg – Urban Reflections und Sharon Kivland – The Bloody Radicals im ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst.
 
Der Treffpunkt ist im Eingangsbereich des ZAKZentrum für Aktuelle Kunst. Eintritt und Führung sind kostenlos.

Ausstellungsführung: Lilian Morrissey – The Audacity

Führung durch die Ausstellung: Lilian Morrissey – The Audacity

Die in Berlin lebende Künstlerin Lillian Morrissey widmet sich in ihren textilen Arbeiten mittelalterlichen Königen, autoritären Politikern, Oligarchen oder Schlüsselfiguren der Neuen Rechten und bringt damit den Backlash eines überwunden geglaubten Systems zum Ausdruck. Ihre auf Baumwolle gestickten Wandteppiche sind die Resultate intensiver journalistischer Recherchen, zugleich aber auch humoristische Zerrbilder einer Zeit, in der die Realität die Satire überholt zu haben scheint. Zwischen Stoff und Faden greift Morrissey die didaktische Funktion mittelalterlicher Wandteppiche auf. Morrissey konfrontiert die Betrachter:innen mit einer visuell verdichteten Chronik oftmals männlich aufgeladener Machtgesten. Die Figuren der Künstlerin sehen sich als tapfere und gerechte Vorkämpfer, doch liegt hinter diesem Selbstbild eine brutale, egozentrische und patriarchale Realität. Morrisseys Werk entfaltet eine zusammenhängende Kritik an den Inszenierungen von Macht und den Dynamiken von Herrschaft, deren Formen sich wandeln, während ihre ideologischen Fundamente erschreckend konstant bleiben.

Lillian Morrissey, Sulla (with the severed heads of his critics), 2023, 120 x 145 cm, Stickerei und Mixed Media auf Panama-Baumwolle © Lillian Morrissey

Schlafwelten: Ein interdisziplinärer Rundgang

Anne Glassner: Pure, 2019, Gips, Sound by Marta Forsberg (90 min), Foto: Lena Sieder Semlitsch

Was verrät Schlaf über unser Verhältnis zu Körper, Zeit und Fürsorge in einer Welt, die von ständiger Verfügbarkeit und Beschleunigung geprägt ist? Im Gespräch mit Thea Herold (Deutsche Stiftung Schlaf), beteiligten Künstler:innen und Kuratorin Lena Fließbach öffnen wir in diesem Ausstellungsrundgang Perspektiven auf Schlaf aus künstlerischer, gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Sicht.